Kunst des Liebens

Die Angst vor dem Versagen ist weit größer, als ich es je vermutet habe. Angst ist eine mächtige Kraft, die in mir ihr Unfug treibt. Gefangen in der Angst drehe ich mich immer im Kreis und erfasse die Befreiung nicht. Angst umkreist mich, hält mich in ihrem Bann. Stets bemühe ich mich, die Kontrolle zu bewahren, um mich ihrer nicht ausgeliefert zu fühlen. Je intensiver ich versuche, mich gegen die Angst zu wehren, desto mächtiger bestimmt sie mein Innenleben. 

 

"Ich muss Kontrolle über mein Leben haben, keinesfalls darf ich mich ergeben." Tauche ich hingegen in den Kern der Angst ein, öffne ich die Augen für die Wahrhaftigkeit. Ich betrachte das Leben in neuem Licht. Plötzlich öffnet sich meine Herzenspforte, und ich erfasse die Unendlichkeit. Ich kann LIEBE nicht machen, ich habe keine Kontrolle über die LIEBE. Die Liebe ist jedoch das Natürlichste in meinem Leben. Ich kann nichts für die Liebe tun, ich kann nur die Gesichter der Angst erforschen und betrachten. Nur in der Erforschung der Angst, im Eintauchen in die Angst, entsteht Liebe auf natürliche Weise.

 

Menschen bemühen sich im positiven Denken, doch letztlich ist dies nur ein Kleid der Angst. Wir versuchen durch das positive Denken Herr über die Angst zu werden, mit dem positiven Denken glauben wir Macht über die Angst zu bekommen. Getrieben von Vorstellungen über eine heile Welt, bauen wir uns eine Konstruktion der Liebe auf. Wir haben Vorstellungen, wie sich Liebe äußerst, wir konstruieren eine phantastische Traumwelt.

 

Solange ich nicht bereit bin, in die Angst einzutauchen, erfasse ich niemals die Essenz des göttlichen Lebens. Erst in der Angst schaue ich das Göttliche. Natürlich kann ich mich in die Natur begeben und über die Liebe meditieren. Ich bemühe mich sodann, die göttliche Schöpfung zu erfassen. Ich reflektiere Aspekte der Liebe in meinen Gedanken, ich denke über die Liebe nach und vermute somit Liebe zu fühlen. Hierbei erfasse ich nicht, dass ich "ÜBER" die Liebe herrschen will, ich will unbemerkt "ÜBER" die Liebe Kontrolle besitzen. Niemals kann ich jedoch Liebe machen.

 

Je mächtiger Angst in mir ihr Unwesen treibt, desto sicherer kann ich mir das Potential der göttlichen Liebe sein. Ich wehre mich einfach nur, ich will Kontrolle bewahren, ich will besitzen und beherrschen. Letztlich brauche ich nur in die Angst und in mein eigenes Minderwertigkeitsgefühl fallen zu lassen und völlig neue Sichtweisen öffnen sich in mir.

 

Angst ist nichts anderes als Widerstand gegen die Liebe. Bemerke ich Angst, kann ich mir bewusst sein, dass Liebe schwingt. Je intensiver das Angstgefühl, desto stärker verbirgt sich Liebe in mir. Sodann kann ich mutig direkt auf die Angst zugehen, mich ihr öffnen, mich mit der Angst verschmelzen. Liebe erscheint dem Menschen als scheues Wesen, blicke ich sie direkt an, verschwindet sie. Direkt auf die Angst kann ich hingegen zugehen.

 

In der Angst liegt der Schlüssel der Liebe verborgen.

 

Sobald Angst da ist,

ist Liebe da.

 

Erforsche die Angst und

du erfasst die Essenz der Liebe.

 

Angst ist der Mantel,

hinter der die Liebe wartet.

 

Die Kunst der Liebe ist

das Erforschen der Angst.

 

 

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Kommentare: 12
  • #1

    Ida Kattnig (Freitag, 04 September 2015 21:52)

    Gedanken werden zu Worte aneinadergereiht die zum Fluß werden und fließen,...schöne Worte.
    ...für mich ist Angst die Abwesenheit von Liebe dort wo Liebe wohnt findet man keine Angst Ida

  • #2

    Jürgen Ferrari (Dienstag, 22 September 2015 10:15)

    Aus Angst zu lieben, lässt den Mensch vereinsamen.

  • #3

    Werner Draschl (Dienstag, 06 Oktober 2015 20:01)

    in sehr vielen fällen wagen sich die einzelnen menschen nicht mit einander auf gleicher höhe zu reden
    und dem anderen einfach mit klaren worten
    mitzuteilen was ihm persönlich bewegt oder aufregt
    " es ist sehr schwer die tägliche liebe aufrecht zu erhalten sie zu pflegen und hegen "
    weil wir zu wenig zuhören können
    glg werner

  • #4

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